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Zwei Fayence Apothekengefäße

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Spanien, Talavera-Puente, aus der Klosterresidenz San Lorenzo el Real de El Escorial und dem Kloster Real Monasterio de Nuestra Senora Guadalupe,
letztes Drittel 18. Jahrhundert VERKAUFT!
Beide Gefäße sind aus grauem, ins rötliche gehendem Fayence-Scherben mit grauweißer Blei-Zinn-Glasur gefertigt.
Die Bemalung ist in abgestuftem Blau-, Mangan-, Gelb-, Ocker- und Brauntönen vorgenommen.

Gefäß für Elfenbeinspäne: mit Beschriftung auf der Schulter und in der Ablaufzone in Blau "REV. P. P. DIEGO E VALLEMORO" und in größeren Lettern "RASVR. EBOR" (Elfenbeinspäne); auf der Vorderseite in einer Kartusche mit Voluten das Wappen der Klosterresidenz San Lorenzo el Real de El Escorial ("leon y parilla", aufsteigender Löwe und eiserner Gitterrost); darüber unter der Beschriftung ein Kardinalshut mit einer verschlugenen Kordel und jeweils zehn Quasten an jeder Seite;
am Rand und am Boden abgeplatzte Glasur, an denen der Scherben nachgedunkelt ist

Höhe: 20,9 cm
Dm: 17,6 cm

San Lorenzo el Real de El Escorial
ist eine bedeutende Klosterresidenz der ausgehenden Renaissance in Spanien. Erbaut wurde sie auf Initiative von Philipp II. in den Jahren 1563-84 nach Plänen von Juan Bautista de Toledo, einem Schüler Michelangelos. Der Anlaß des Baus war der Sieg über das französische Heer am Tage des Heiligen Laurenzius (10. August) im Jahre 1557. Dem entsprechend findet sich im Wappen ein eisernes Gitterrost, das Mordinstrument, durch welches Laurentius im Jahre 258 unter Kaiser Valerius in Rom zum Märtyrer der Christenheit wurde. Philipp II. diente der Escorial als königliche Residenz, während der klösterliche Teil von Mönchen der Ordensgemeinschaft der Eremiten des Heiligen Hieronymus aus dem Stammkloster Guadalupe bewohnt wurde. Seit der Kaiserin Isabella von Portugal (1503-1539), der Gemahlin Kaiser Karl V., war der Escorial die Grablege des spanischen Königshauses.


Gefäß für Spargelsirup: mit Beschriftung auf der Schulter und in der Ablaufzone in Blau "REV. P. P. JVAN E TRVJILLO" und in größeren Lettern "S. ASPARRAG" (Spargelsirup); auf der Vorderseite in einer Kartusche mit Voluten das Wappen des Klosters Real Monasterio de Nuestra Senora de Guadalupe (aufsteigender Löwe und Vase); darüber unter der Beschriftung ein Kardinalshut mit einer verschlugenen Kordel und jeweils zehn Quasten an jeder Seite;
am Rand und am Boden abgeplatzte Glasur, an denen der Scherben nachgedunkelt ist

Höhe: 22,6 cm
Dm: 17,6 cm

Real Monasterio de Nuestra Senora de Guadalupe
ist bis zur Säkularisierung neben dem Escorial das wichtigste Kloster Spaniens. Einer Legende zufolge fand im 13. Jahrhundert ein Schäfer eine Marienskulptur, welche zuvor vor maurischen Invasoren versteckt wurde. Alfons XI. von Kastilien bat vor dieser Skulptur die Heilige Jungfrau für einen Sieg in der Schlacht um Salado wider die Mauren. Jene Schlacht am 30. Oktober 1340 war eine der bedeutendsten Schlachten der letzten Phase der Reconquista. Der, der Jungfrau MAria zugeschriebene Sieg veranlasste Alfons XI. zum Ausbau des Heiligtums. Das Blumengefäß im Wappen ist daher als Hinweis auf das Patrocinium der Heiligen Jungfrau zu verstehen und im Sinne der Mariensymbolik (Geistliches Gefäß, Vortreffliches Gefäß der Andacht) zu deuten. Im Jahre 1389 übernahm die Ordensgemeinschaft der Eremiten des Heiligen Hieronymus, die unter königlichem Schutz stehende Wallfahrtsstätte. Das entstandene Kloster stellt das Mutterkloster der, nach der Regel des Heiligen Augustinus lebenden Ordensgemeinschaft dar.



Rubrik: Keramik

 

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